Emotionale Erpressung ist eine besonders häufig vorkommende und schädliche Form der Gewalt. Die schärfste Form davon ist die Androhung von Suizid für den Fall, dass das Familiensystem nicht die Vorgaben einer Person erfüllt.

Emotionale Erpressung: warum sie so gefährlich und so wirksam ist

Kinder sind in besonderem Maße von der Gunst der Eltern abhängig. Im schlimmsten aller denkbaren Fälle würde eine Mutter ihr Kind zurücklassen, wenn sie keine emotionale Bindung zu ihm aufbauen könnte.

Emotionale Erpressung am Endpunkt: Mache, was ich sage – oder du bist tot

Auch wenn Eltern ihre Kinder nicht mit dem Tod (Mord / Totschlag) bedrohen, die Kinder erleben emotionale Erpressung auf einer sehr entscheidenden Ebene.

Diese bittere Botschaft läuft unausgesprochen, aber sie wirkt. Das Kind ahnt, dass sein Leben von der Fürsorge der Eltern abhängig ist. Daher verknüpft das Gehirn unwillkürlich alle Signale, die auf ein Ende der psychischen und in der Folge der physischen Anwesenheit hindeuten, als Lebensgefahr.

Gehorsam und Anpassung als Überlebensstrategien

Wenn es emotional um Leben und Tod geht, dann nimmt das Kind jede nur erdenkliche Zumutung in Kauf, nur um nicht verlassen zu werden.

Dieses Muster kann sich in der Adoleszenz und später im Erwachsenenleben auf fatale Weise fortsetzen: bis zu dem Punkt, an dem nur noch Sympathiepunkte gesammelt werden.

Es jedem recht machen wollen – Anpassung unter allen Umständen

Das Muster der Anpassung an den Aggressor und der notgedrungenen Kooperation mit dem Parentifizierer (ein kleines Stockholm-Syndrom) zieht sich … unbehandelt … durch das Leben und wird sogar weitervererbt.

Emotionale Erpressung auch nach dem Auszug aus dem Elternhaus

Emotionale Erpressung, also das Manipulieren von Gefühlen, beginnt mit der Erziehung des kleinen Kindes. Es setzt sich fort durch die Einflussnahme der Töchter und Söhne in der Adoleszenz. Emotionale Erpressungen gibt es im Berufsleben, in Beziehungen, in Ehen und Familien.

Emotionale Erpressung: Zusammenfassung

Emotionale Erpresser können verlassene Ehepartner sein, die ihr Kind dazu verpflichten, den verlorenen Lebenspartner zu ersetzen – und mit Zuwendungen werben (den Verlust der Sympathie im anderen Fall kann das Kind sich selbst ausmalen).

Auch Süchtige können emotionale Erpressung ausüben.

Wie kann man emotionale Erpressung überwinden?

Es gehört Mut dazu, denn der Erpresser hatte bislang leichtes Spiel damit, sein Opfer an der schwächsten Stelle … der Angst vor Verlust der Zuneigung … zu treffen.

Entscheidend ist es, die Opferrolle zu verlassen. Das erste Nein wird womöglich noch Herzklopfen bereiten; ab da wird es aber immer leichter fallen, die Zustimmung zu einem schlechten Spiel zu verweigern.

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