Bezogene Individuation

Bezogene Individuation: Helm Stierlin prägte diesen Begriff. Er beschreibt die gesunde Art der Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern.

  • Die Kinder können sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten frei entfalten und entwickeln.
  • Die Eltern lassen ihren Kindern allen erforderlichen Freiraum und akzeptieren, dass diese ihre eigenen Wege finden

Die bezogene Individuation kann in Form eines Rituals stattfinden. Der Auszug aus dem Elternhaus ist eine Zäsur für alle. Er hat auch eine rituelle Bedeutung. Ähnlich wie beim Verlassen des Nestes, ab dem der Jungvogel sich ins Wagnis des eigenen Fluges stürzt – und besteht – ist auch die Tochter bzw. der Sohn auf dem Weg in eine ungewisse Zeit.